Feuchter Keller – ein Problem, viele Gesichter

Bild Nasser Keller

Ein feuchter Keller ist nichts Ungewöhnliches. Denn wirksame Abdichtungen werden erst seit den 60er-Jahren verarbeitet. Für den unsanierten Berliner Altbaubestand ist daher davon auszugehen, dass annähernd 100 % den Folgen erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt sind und zu hohe Feuchtigkeitswerte aufweisen. Dies ist solange unerheblich, wie der feuchte Keller nur als Abstellraum oder Fahrradkeller genutzt wird. Ist hingegen ein Nutzungskonzept angedacht, welches die Lagerung feuchteempfindlicher Gegenstände oder sogar die Bewohnbarmachung des Kellers umfasst, muss dieser abgedichtet und getrocknet werden.

Feuchter Keller – vielfältige Ursachen

Hierfür muss zuerst die Ursache der Feuchtigkeit im Keller ermittelt werden. Denn feuchte Mauern müssen keinesfalls auf eine fehlende oder mangelhafte Abdichtung zurückgehen. Wie im übrigen Gebäude auch können erhöhte Feuchtigkeitswerte im Keller durch Wasserschäden, defekte Rohrleitungen oder verstopfte Regenrinnen verursacht worden sein. Es ist auch möglich, dass eine hohe Durchfeuchtung durch Kondensatbildung hervorgerufen wird. Zu Beginn einer Nutzbarmachung muss deshalb stets eine gewissenhafte Diagnose und Vor-Ort-Untersuchung des Schadensbildes stehen. Dabei sind unter anderem folgende Fragen zu klären: Wie zeigt sich der Schaden?

Tritt er nur unter bestimmten Bedingungen, z. B. bei Regen oder im Winter auf? Woher kommt die Feuchtigkeit? Und welche Ursachen könnten vorliegen bzw. können sofort ausgeschlossen werden? Zur Klärung der Schadensursache und des Schadensumfangs stehen darüber hinaus messtechnische Untersuchungen, Dichteprüfungen und Laboruntersuchungen zur Verfügung, welche Aufschluss über den Aufbau und den Oberflächenzustand des Mauerwerks, dessen Wasser- und Salzgehalt geben können. In dieser Phase Zeit und Geld zu investieren ist erfahrungsgemäß besser, als sich kostenlose und unverbindliche Angebote einzuholen.

Feuchtigkeit im Keller durch eine Abdichtung beseitigen

Wurden alle anderen Ursachen ausgeschlossen, muss es sich um ein Abdichtungsproblem handeln. Abdichtung ist jedoch nicht gleich Abdichtung. Abhängig davon, woher die Feuchtigkeit kommt, ist hier eine auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmte Lösung erforderlich. So wird aufsteigende Feuchtigkeit durch eine Horizontalsperre an einer Ausbreitung gehindert; gegen Regen- oder Spritzwasser sowie ganz allgemein Feuchtigkeit von außen hilft in der Regel eine Vertikalabdichtung. Dasselbe gilt für hygroskopische Feuchtigkeit, also Salze im Mauerwerk, welche Wasser aus Luft und Umgebung aufnehmen und im Baustoff ablagern. Bei Undichtigkeiten in der Anschlussstelle von Wand- und Bodenanschluss, Rissen oder Arbeitsfugen wird hingegen eine Verpressung in der Regel die richtige Wahl sein.

Das zeigt: Feuchter Keller ist nicht gleich feuchter Keller!

Bevor Sie also Maßnahmen zur Trockenlegung einleiten, lassen Sie immer erst einen Fachmann eine Begutachtung vornehmen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Kellersanierung Ihrem individuellem Fall entsprechend durchgeführt wird und Sie nicht unnötig Geld, Zeit und Nerven verschwenden.

Unser Fachbereich Abdichtung berät Sie gern!