Bauvorhaben oder feuchte Wohnungen müssen austrocknen, bevor weiter gearbeitet werden kann oder sie wieder ohne Beeinträchtigungen bewohnt werden können.
KomdexControl
KomdexControl im Einsatz

In der Vergangenheit musste zur Gewährleistung der erforderlichen Qualität die Trocknung persönlich kontrolliert werden. Diese personal- und kostenintensive Tätigkeit kann nun via Internet bewältigt werden. Zusammen mit der Komsa Solutions GmbH, haben wir, die OTTO RICHTER GmbH, das System KOMDEXcontrol praxisnah entwickelt und erfolgreich eingeführt.

Generell ist der Messrechner auf der Baustelle so einfach zu bedienen, dass er sich problemlos von jedem Mitarbeiter "vor Ort" installieren lässt. Dennoch sind im Leistungsumfang der Lösung KOMDEXcontrol Einweisung und Schulung zum richtigen Umgang mit der Technik und der Bedienung der Leitstellensoftware fest integriert.

Einige Vorteile

  • Kosten-, zeit- und personalintensiven Zwischenmessungen entfallen
  • Umweltschonende Arbeitsweise, weil Energie gespart werden kann, denn die Trocknungsgeräte müssen nicht länger als nötig arbeiten
  • Schnellere Verfügbarkeit von teurer Trocknungstechnik, die somit für neue Aufträge eher zur Verfügung stehen
  • Transparenz gegenüber den Auftraggebern durch Gewährung von Einsicht in die Trocknungsprozesse via Internet
  • Einfache Dokumentation der Trocknungsprozesse durch Ausdruck der Messprotokolle und -diagramme
  • Reduzierung von Störungen der Mieter bei bewohnten Wohnungen
  • Schnelleres Eingreifen bei Fehlfunktionen

Messrechner - Funktion

Diagramm
Diagramm
Messrechner
Messrechner mit Luftfeuchtesensor

Der Messrechner erfasst über Sensoren Werte wie Temperatur, die relative Luftfeuchte im Objekt, die Temperatur der Luft, die absolute Feuchte und die Widerstands-/Baufeuchte in zyklischen Abständen, wertet sie intern aus und speichert sie. Die Messwertzyklen sind beliebig definierbar. Standardseitig sind bis zu drei Messwertabfragen pro Stunde zwischen Sensoren und Messrechner eingestellt. Die Messdaten werden für die Abfrage durch den zentralen Server bereitgestellt. Die Abfrage wird ermöglicht durch das integrierte GSM-Modem, welches über das Modem des zentralen Servers angewählt und zur Datenübergabe aufgefordert wird.

Die Zyklen der Datenübergabe zwischen zentralem Server und Messrechner sind gleichfalls frei definierbar. Standardseitig sind zwei Abfragen pro Tag programmiert. Ausserdem besteht die Möglichkeit den Zustand der am Messrechner befindlichen Steckdose und die daran angeschlossenen Geräte auszuwerten und somit deren kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten.

Sensoren

Der Messrechner verarbeitet Temperatur- und Feuchtigkeitsmesswerte. Bei Widerstandsmesswerten ist er auf Einstechelektroden (Messung von harten abgebundenen Baustoffen) bzw. Flach-Elektrodenpaare (Estrich- /Dämmstoffmessung in Rand- / Dehnungsfugen) von GANN optimiert. Generell sind Sensoren von weiteren Herstellern mit vergleichbaren elektrischen Parametern verwendbar. In diesen Fällen empfehlen wir jedoch eine gesonderte Anpassung der Parameter-Programmierung vornehmen zu lassen. Die Sensoren sind standardseitig über 10m lange Kabelmit dem Messrechner verbunden. Sonderlängen bis zu 30 m sind möglich.

Zentraleinheit - Leitstellensoftware

Leitstellensoftware

Die Leitstellensoftware zeigt sich als Weboberfläche. Sie dient zur Visualisierung und Auswertung der Messwerte an jedem beliebigen Computer mit Internetanschluss. Die Leitstellensoftware stellt die Messwerte wahlweise in grafischer als auch tabellarischer Form zur Auswertung zur Verfügung. Die Grafik dient insbesondere zur Darstellung des Verlaufs des Trocknungsprozesses als Überblick. Die tabellarische Auswertung ermöglicht die Einsicht in detaillierten Skalen-, Temperatur- und Feuchtigkeitswerten. Neben den jeweiligen Verlaufskurven bzw. dargestellten Werten sind Datum und Zeit der Abfragen zugeordnet. Das Programm ist in der Lage die absolute Feuchte in g/Kg Luft zu berechnen und darzustellen. Jeder Messwert ob Temperatur, Feuchte oder Widerstand kann einzeln je Sensor als auch zusammengefügt dargestellt werden. Damit ist das System in der Lage definierte Messpunkte innerhalb eines Raumes oder auch verschiedener Räume auszuwerten.

Die Leitstellensoftware dient auch der Verwaltung und Einrichtung der jeweiligen Messobjekt (Wohnungen, Baustellen) sowie Messrechner und der Archivierung der abgeschlossenen Baustellen. Diese Art der Administration sowie Datendarstellung und die eindeutige Zuordnung der Messrechner auf Baustellen ermöglicht im Zusammenspiel mit den vorher beschriebenen Komponenten die Fernauswertung von Trocknungsprozessen. Die Messwerte stehen über eine Exportschnittstelle für weitere Auswertungsaktionen z.B. im Excelformat zur Verfügung. Tabellen und grafische Verlaufskurven können als Beleg Auftraggebern zur Verfügung gestellt werden. Der Zugang zur Leitstellensoftware ist nur mit Kenntnis des jeweilige Benutzernamens und des Passwortes möglich. Sind die Trocknungsgeräte über den Stromanschluss des Messrechners aktiviert, liefert die Leitstellensoftware auch noch Informationen über den Zeitpunkt unplanmäßiger Abschaltungen der Geräte.