Rohrbruch finden – durch Hilfe Folgeschäden vermeiden

Es tropft von der Decke, ein dunkler Fleck zeichnet sich an der Wand ab oder eine Pfütze bildet sich auf dem Fußboden? Die Leitung hat Druckverlust und die Wasseruhr läuft ohne Pause? Die Anzeichen für einen Rohrbruch sind vielfältig, die Folgen aber immer ärgerlich für die Betroffenen. Umso wichtiger ist es, schnelle und unkomplizierte Hilfe einzuleiten, um Folgeschäden zu vermeiden.

Was können Sie selber tun?

Die ersten Schritte zur Schadensminimierung können Sie selber einleiten. Dazu zählt:

  • Immer zuerst den Hauptwasserhahn zudrehen, um einen weiteren Wasseraustritt zu verhindern.
  • Wenn es von der Decke tropft, fragen Sie beim Obermieter nach und bitten Sie ihn ggf. das Wasser abzustellen. Wasser lässt sich darüber hinaus durch Handtücher vorübergehend an einer Ausbreitung hindern.
  • Schalten Sie alle elektronischen Geräte aus und decken Sie die Möbel ab.
  • Wenn Sie die Situation nicht in den Griff bekommen, rufen Sie die Feuerwehr!

Als Mieter sollten Sie darüber hinaus umgehend Ihre Hausverwaltung informieren. Denn wenn sich der Rohrbruch an einem Hauptwasserstrang befindet, können weitere Wohnungen betroffen sein. Die Verwaltung kümmert sich auch um die Einleitung der Reparaturmaßnahmen.

Rohrbruch

Die Lokalisierung: Den Rohrbruch finden

Ist das Wasser abgestellt, gilt es, die Leckstelle beim Rohrbruch zu finden. Diese ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, denn Wasserleitungen sind nur in den seltensten Fällen sichtbar: Sie verschwinden gut verputzt hinter der Wand oder im Abseits der Dachgeschosse. Ist die Schadensursache zum Beispiel auf Frostschäden, Alterserscheinungen oder Materialfehler zurückzuführen, muss die Leckstelle keinesfalls dort sein, wo das Wasser an die Oberfläche tritt.

Um ein großflächiges Aufstemmen des Fußbodens oder ein Aufklopfen der Wände zu vermeiden, empfiehlt sich die Durchführung einer professionellen Leckortung. Die Feuchteklinik® bietet hier bei Rohrbrüchen einen 24-h-Notdienst an.

Rohrbruchortung – Feuchtigkeit im Verborgenen sichtbar machen

Zum Auffinden von Rohrbrüchen bieten sich verschiedene Verfahren an, welche abhängig von den Gegebenheiten vor Ort zum Einsatz kommen. Dazu zählen:

rohrbruch
  • Die akustische Leckortung: Mithilfe eines hochempfindlichen Bodenmikrofons werden Schallwellen erfasst, die bei einem Rohrbruch an Wasser- bzw. Heizleitungen auftreten. Gemessen werden die Körperschallschwingung des Rohres, das eigentliche Leckgeräusch oder ein Korrelationswert, der mittels zweier Kontaktmikrofone errechnet wird. Aus Angaben zu Material, Durchmesser und Länge der Messstrecke wird anschließend die genaue Leckposition bestimmt.
  • Tracer Gas – Wenn bei der Rohrbruchortung Ausströmgeräusche fehlen oder überdeckt werden, kommt das Gasdetektionsverfahren zur Anwendung. Das Rohrsystem wird mit einer definierten Menge eines Gasgemischs gefüllt und mit leicht erhöhtem Überdruck verschlossen. Das Gas tritt an der Leckstelle aus und diffundiert auch durch relativ dichte Bauteile wie Beton, Estrich und Fußbodenbeläge. Ein Sensor meldet bereits feinste Gasspuren.
  • Thermografie: Die Lecksuche an Heizleitungen mittels Infrarot-Thermografie ist eine zeitsparende und zerstörungsfreie Methode der Lokalisierung von Feuchteschäden. Damit können die Leckstelle bestimmt und der Schaden eingegrenzt werden.

Nachdem die Leckstelle lokalisiert wurde, kann sich eine Sanitärfirma um die Beseitigung des Schadens kümmern. Weitere Informationen zum Thema Rohrbruchortung erhalten Sie in unserem Fachbereich Diagnostik (Telefon: 030 65661117, E-Mail: diagnostik@feuchteklinik.de).