Unangenehme Gerüche beseitigen – So sanieren Sie richtig!

Wird ein Wasserschaden nicht fachgerecht saniert, bilden sich Schimmelpilze. Soviel ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist hingegen, dass Feuchte- und Wasserschäden auch sehr unangenehme Gerüche hervorrufen können. Denn Wasser löst in Verbindung mit bestimmten Materialien chemische Reaktionen aus oder setzt bestimmte Stoffe frei, welche äußerst penetrant riechen können. Die zügige und nachhaltige Trocknung der betroffenen Bereiche sollte in diesen Fällen stets an erster Stelle stehen. Vielfach lässt sich die Geruchsbelästigung auf diese Weise schon beseitigen. Reicht die technische Trocknung nicht aus, um das Problem in den Griff zu bekommen, sollten die durchfeuchteten Materialien einer genaueren Untersuchung unterzogen werden. Diese kann Aufschluss darüber geben, welche Behandlungsmethode für den jeweiligen Baustoff am besten geeignet ist.

So entwickelt nasse Dämmwolle nach einer Weile einen unangenehmen Geruch, welcher an Fisch erinnert. Ursächlich dafür ist ein ammoniakhaltiger Kleber, welcher die Dämmstofffasern zusammenhält und sich bei Kontakt mit Wasser löst. In der Regel muss die Dämmwolle in diesen Fällen ausgetauscht werden, die bloße Trocknung genügt hier nicht. Auch in Folge eines Wasserschadens entstandene Schimmelpilze können einen muffigen Geruch verursachen. Verantwortlich dafür sind Stoffwechsel-Nebenprodukte, welche der Schimmel erzeugt. Dabei sind Schimmelpilze nicht immer mit bloßem Auge sichtbar, sie können auch hinter Tapeten, in Hohlräumen oder hinter Wandverkleidungen wachsen. Eine Luftkeimmessung kann Aufschluss darüber geben, ob der vorhandene Geruch tatsächlich auf Schimmel zurückzuführen ist. Sodann sollte eine professionelle Schimmelpilzsanierung durch eine Fachfirma erfolgen, um sicherzustellen, dass die Geruchsbelastung auch nachhaltig beseitigt wird.

Unangenehme Gerüche ohne Einfluss von Wasserschäden

Doch auch bei Geruchsbelästigungen in Innenräumen, welche nicht auf Wasserschäden zurückzuführen sind, sollte immer erst eine genaue Ursachen- und Baustoffanalyse erfolgen, bevor in blindem Aktionismus wahllos Maßnahmen ergriffen werden. So gibt es in Fertighäusern älteren Baujahres zum Beispiel häufiger Probleme mit Chloranisolen. Der durch Holzschutzmittel in der Holzständerkonstruktion ausgelöste muffige Geruch wurde zuerst auf Schimmelpilze zurückgeführt, bis man herausfand, dass Abbauprodukte von Holzschutzmitteln dafür verantwortlich sind. Ein Nachweis ist hier einfach über Raumluftmessungen möglich. Sind Chloranisole vorhanden, müssen die betroffenen Bauteile entstaubt und maskiert, das heißt überstrichen werden. Durch eine Beheizung lässt sich die Ausgasung des Wirkstoffes aus dem Gebäude forcieren.

Unangenehme Gerüche, welche nachweislich durch äußere Quellen wie Rauch, Müll oder Fäkalien ausgelöst wurden, lassen sich mit dem Fogging-Verfahren beseitigen. Hier wird durch einen sogenannten Fogger aus einer geruchsneutralisierenden Substanz ein feiner Sprühnebel erzeugt, welcher in jeden Winkel des Raumes vordringt. Die geruchserzeugenden Moleküle reagieren mit dem Nebel und werden neutralisiert. Voraussetzung ist, dass zuvor die Geruchsquelle eliminiert wurde.

Haben Sie Probleme mit unangenehmen Gerüchen in Ihrer Wohnung und wissen nicht, was die Quelle ist? Oder Sie benötigen Informationen über die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten in einem solchen Fall? Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gern: Tel. 030 65 66 11-22 oder schimmel@feuchteklinik.de.

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